• Steffi Full

Zistrose (Cistus incanus)


Obwohl sie so schön wie eine Rose ist, gehört die Zistrose nicht den Rosen, sondern zu den Zistrosengewächsen und ist in mediterranen Gebieten zuhause, v.a. im sonnigen

Griechenland. Aber selbst ihr kann es dort im Sommer zu heiß werden, dann rollt sie ihre grau behaarten Blätter ein und wartet den nächsten Regen ab. Über den Winter bildet sie dicke Blütenknospen, die sich im Frühling im auffallend pinken „Knitterlook“ präsentieren. Ihre Blätter sind deswegen so klebrig, weil sie besonders viel Harz enthalten, das auch Labdanum genannt wird. Die Zistrose steht dafür, dass sie Sonne und Wärme trägt.


Ihre Heilwirkung reicht zurück auf das 4. Jahrhundert vor Christus. Aber was wissen wir heute über die schöne Mediterrane?

Forscher haben v.a. hochkomplexe Polyphenole als Wirkstoffe ausfindig gemacht, die sich in 12 Flavonoiden zeigen. Diese Stoffe können besonders effektiv mit freien Radikalen umgehen und beugen somit oxidativen Stress vor. Das heißt sie schützen uns und unsere Proteine, Zellen und unser Erbgut vor Strahlung, Umweltgiften, Rauchen, Alkohol, Medikamenten und Stress. Dabei ist das antioxidative Potential von Cistus incanus viermal so stark als das von Vitamin C.


Verschiedene Antioxidantien sind keine Konkurrenten, sondern bedingen und unterstützen sich gegenseitig. Die Polyphenole sind der Grund dafür sein, dass Viren, Bakterien und freie Schwermetalle umhüllt werden und damit unschädlich gemacht werden können. Es liegen einige Studien dazu vor, z.B. von der Uni Tübingen und Münster sowie der Berliner Charité. Durch das Umhüllen ist es den Viren vermindert möglich an der Wirtszelle anzuheften.


Das naturheilkundige Dr. Pandalis Unternehmen hatte Cistus incanus bereits 2014/15 erfolgreich auf Viren der Coronafamilie getestet. Als die Coronapandemie 2020 ausbrach, forderte Dr. Pandalis das Robert-Koch-Institut vergeblich

zu weiteren Studien auf. Dennoch waren in den ersten Wochen der Pandemie Cistus-Tee und Lutschtabletten aufgrund der großen Nachfrage ausverkauft. Es scheint, dass Zistrose die Virenlast reduzieren kann und somit Einfluss auf die Schwere viraler Erkrankung nimmt. Zistrose könnte somit als „Maske von Innen“ unterstützend bei der Abwehr wirken.


Das Wirkstoffprofil von Cistus incanus ist damit aber noch nicht zu Ende. Es sind die Tannine (Gerbstoffe), die zusammenziehend auf Haut und Schleimhaut wirken. In

Fachsprache nennt man dies: adstringierend und folgt dem ähnlichen Prinzip des

Ledergerbens. Haut und Schleimhaut werden „abgedichtet“, gegerbt und können sich von Beschwerden wie Hämorrhoiden, Aphten, Magenschleimhautentzündung und Hautekzemen erholen. Dazu gehören auch Hauterkrankungen wie Akne und Neurodermitis.


Cistusauflagen, -waschungen, -bäder und -salben können heilend sein. Am besten sollte aber auch Zistrose als Tee oder Extrakt eingenommen werden. Auch bei Vaginal- und Darmpilzbesiedelung (Candida) hat sich Cystus incanus bewährt. Cistus incanus enthält zudem einige ätherische Öle.


Bakterien haben es wie Pilze und Viren auch nicht leicht bei der Zistrose. So nutzten einst griechische Hebammen das „Sonnenröschen“, um bakterienverursachendes Kindsbettfieber abzuwehren. Die Bakterien, die für Parodontitis und Karies verantwortlich sind, werden durch Mundspülungen mit Cistus incanus reduziert.


Interessant ist auch, dass Cistus incanus auf gewisse Enzyme hemmend wirkt, die Gehirnbotenstoffe abbauen. Damit kann sie den Gehalt an Botenstoffen im Gehirn erhöhen und bei Demenz und Alzheimer entgegenwirken.

Und und und....


Falls Sie sich in einem der Beschwerdebilder wiedergefunden haben oder einfach nur der nächsten Erkältung vorbeugen wollen, können sie Zistrose ja mal ausprobieren. Sie erhalten sie als Tee, Lutschtablette, Spray, Creme, Bad oder Extrakt.


Zum Stichwort Corona: Vielen Menschen hilft es derzeit aktiv zu werden und alles zu tun, um Covid19 vorzubeugen. Zistrose kann dazu ihren Beitrag leisten. Unterstützend wirken hier v.a. das regelmäßige Trinken von Zistrosentee und die Lutschtabletten. Praktisch ist das Spray in der Handtasche, das bei vermehrter Ansteckungsgefahr (z.B. in Bus und Bahn) eine lokale Abwehr im Mund-Rachenraum fördern kann.


Alles Gute für Ihre Gesundheit

wünscht Ihnen Ihre

Heilpraktikerin Steffi Full