• Steffi Full

Standhaft bleiben – Stärken Sie Ihr Immunsystem!

Die Eiche steht für Stärke, Tapferkeit, Ausdauer und Standhaftigkeit. Nichts kann eine Eiche umhauen, denn Ihre kräftigen Pfahlwurzeln dringen tief in die Erde ein, durchdringen verdichtete Böden und erreichen große Wasserquellen. Für diese Wurzeln ist kein Stamm zu mächtig. Stolz steht die Eiche da und streckt ihre Äste in den Himmel und kann Wind, Wetter und Sturm bestehen.


Auch wir können stark und kräftig sein, wenn wir uns einen Anker aus zuversichtlichen Gedanken schaffen. Auf körperliche Ebene können wir unsere Abwehrkräfte stärken und das geht auf vielfältige Weise: Pflanzen, Mineralstoffe, Vitamine, Kuranwendungen und die Verbundenheit zu uns selbst und der Natur können uns in unserer Vitalität unterstützen.


Ein Vergleich aus der Pflanzenwelt Pflanzen waren seit eh und je den Kräften der Natur ausgesetzt. Neben Klima und Bodenbeschaffenheit mussten sie im Laufe der Evolution mit zahlreichen Erregern zurechtkommen. Die Pflanzen sind uns aufgrund ihres Alters evolutionär weit voraus und haben schon vielseitige strategische Abwehrmechanismen gegen krankmachende Keime, Pilze und Viren entwickelt, u.a. durch den Aufbau sekundärer Pflanzenstoffe


Sekundäre Pflanzenstoffe sind häufig Abwehrstoffe der Pflanzen, um den natürlichen Kräften standhalten zu können Sekundäre Pflanzenstoffe sind biochemische Stoffe, die Pflanzen nicht für ihre Ernährung oder ihren Stoffwechsel brauchen, sondern zum Erhalt ihrer Art und um sich vor Feinden zu schützen. Viren und Bakterien können bedrohliche Feinde sein, die nicht so einfach zu überlisten sind. Ein einfaches Beispiel: Um nicht gefressen zu werden, macht sich eine Pflanze bitter, damit sie nicht schmeckt oder entwickelt stachlige Haare, die für den Fressfeind unangenehm sind. Geht es aber um Erreger, die Pflanzen z.B. nach einer Verletzung heimsuchen, sind ausgeklügelte Schutzmechanismen gefragt, denn Bakterien und noch mehr Viren haben die besten Überlebensstrategien. Das liegt an ihrem unheimlichen Vermehrungspotential, ihrem einfachen Aufbau aus nur einer Zelle und ihrer Verwandlungsfähigkeit zur Anpassung - die , Mutation.


Wie schaffen es Pflanzen, sich gegen Viren und Bakterien zu schützen? Sie entwickeln biologische Abwehrstoffe. Das können z.B. Scharfstoffe sein, Ätherische Öle, Gerbstoffe, Alkaloide und viele mehr. Nach und nach entdeckt die moderne Wissenschaft das Geheimnis dieser Stoffe. Alte Überlieferungen helfen dabei, denn Naturvölker hatten zu diesen Zusammenhängen schon immer einen intuitiven Zugang. Ein Leben im mit der Natur sicherte das nackte Überleben. Für einen modernen, urbanen Menschen, der seine Nahrung aus dem Supermarkt bezieht, ist diese Abhängigkeit schwer nachvollziehbar.


Die Kräfte von Natur und (Heil-)pflanzen für ein eigenes starkes Immunsystem nutzen

Sich mit Natur und (Heil-)pflanzen zu beschäftigen macht Sinn, wenn man auf natürliche Weise sein Immunsystem stärken möchte. Ein eigener Garten, Wald- und Naturspaziergänge oder Ausprobieren von alten Rezepten können uns erden und uns die Pflanzen näherbringen.

Viren und Bakterien, die uns krankmachen, werden Pathogene genannt. Pflanzen unterscheiden meist nicht zwischen Bakterien und Viren und bewältigen beide mit den gleichen Inhaltsstoffen.

Pharmakologisch ist das anders. Bakterien werden mit Antibiotika gut in Schach gehalten, bei den Viren funktioniert das leider nicht. Nichts scheint in der Schulmedizin wirklich gegen Viren zu helfen. Das ist der Grund, warum in der Regel die Symptome behandelt werden.


Natürliche Wirkstoffe gegen Bakterien und Viren gibt es als Fertigprodukte in der Apotheke

Heilpflanzen aus der Natur haben durch ihre Abwehrwirkstoffe ein starkes Potenzial gegen Viren und/oder Bakterien, die pharmakologisch genutzt werden. Sie können als Fertigprodukt in der Apotheke erworben werden:


Zistrose (Cystus®Pandalis) Melissentee Meerrettich und Kapuzinerkresse (Angocin®) Kapland-Geranie (Umckaloabo®) frischer Knoblauch Ingwer Schwalbenwurz (Engystol®). Sie alle erreichen eine erfolgreiche Abwehr durch unterschiedliche Wirkstoffe.


Sekundäre Pflanzenstoffe im Alltag

Meerrettich und Kapuzinerkresse sind voll von Vitamin C und sog. Senfölglykosiden. Das ist typisch für die Familie der Kreuzblütler, zu denen Senf, Brunnenkresse, Rettich, Radieschen, Rucola und alle Kohlarten zählen. Senfölglkoside sind Verbindungen aus Schwefel und Stickstoff. Sie haben einen beißenden Geruch und einen scharfen Geschmack mit denen sie sich vor Fressfeinden und Keimen schützen. Kohl kann gut in einen Speiseplan eingebaut werden, auch fermentiert, wie Sauerkraut (im asiatischen Kimchi).


Meerrettich wurde früher gerne zu Fleisch und Fisch gegessen. Auch hier die Parallele zur asiatischen Kulinarik: Sushi und Wasabi (Meerrettichpaste) sind untrennbar und machen freie Nase beim Essen.


Kapuzinerkresse ist eine hübsche Balkon und Gartenpflanze. Sieht man sich ihre Blätter und Blüten genauer an, so gleichen die Blätter einem Schild und die Blüten einem Helm, ein Sinnbild für Schutz! Der Samen ist ein kompakter runzeliger Kern – unscheinbar - bei Genuss aber unfassbar scharf – leicht schwefelig - nicht zu vergleichen mit der Schärfe von Pfeffer oder Chili. Die Samen können wie Kapern eingelegt und haltbar gemacht werden.


In dieselbe Familie gehört die Papaya, die eigentlich für ihre wirksamen Enzyme für den Magen-Darm-Trakt bekannt ist. Papayaenzyme werden aber auch erfolgreich Nasennebenhöhlenentzündung und nach operativen Schwellungszuständen eingesetzt. Probiert man ihre Kerne, erinnert das sehr an den Geschmack der Kapuzinerkresse.


Alles Gute für Ihre Gesundheit wünscht Ihnen

Steffi Full Heilpraktikerin