• Steffi Full

Rosenwurz in „harten Corona-Zeiten“


Einige Pflanzen suchen sich für ihr Dasein die extremsten Lebensbedingungen aus, sei es Klima, Temperatur, Boden Wasserknappheit, Luft oder Höhenlage. Dazu entwickeln sie Strategien mit diesen Extremen zurechtzukommen. Eine Pflanze, die an die äußerste Grenze des Lebens geht,

ist die Rosenwurz.


Sie wächst im Hochgebirge, in Felsspalten und an Meeresklippen. Besonders hoch hinauf im Wuchs traut sie sich in diesen Lagen besser nicht, denn Kälte, Wind und Höhensonne bekommt sie sonst ordentlich zu spüren.


Sie gehört der Familie der Dickblattgewächse an, wie wir sie von Fetthenne und Hauswurz kennen. Die Dickblättrigen sind deswegen „dick“, weil sie die besondere Eigenschaft haben Wasser zu speichern und in sich zu bewahren. Sie sichern damit ihr Überleben an Extremstandorten. Und extrem ist es allemal in (sub)arktischen und alpinen Gebieten. Dazu gehören Länder und Gebiete wie Sibirien, Russland, Kaukasus, Skandinavien, Baltikum, Nordchina, Nordamerika, Nepal, Tibet und Pakistan. Die außergewöhnliche Fähigkeit der Anpassung zeigt sich bei Rosenwurz nicht nur im biologischen, sondern auch im medizinischen Sinn, denn Rhodiola rosea (Botanischer Name) zählt zu den sogenannten Adaptogenen (adaptare = lat. anpassen).


Und genau das tut sie für ihre Nutzer: sie schafft Anpassung an schwierige Lebensbedingungen. Man wird robust und widerstandsfähig, bekommt Ausdauer und Durchhaltevermögen.


Rosenwurz hat die paradoxe Eigenschaft Rosenduft zu verströmen, wenn ihre Wurzeln verletzt werden. Daher auch ihr Name. Und diese Wurzeln sind es, die wir medizinisch nutzen können, wenn wir an unsere körperlichen und psychischen Grenzen gekommen sind, „wenn wir am Ende“ sind, wenn uns Stress, Erschöpfung und Mutlosigkeit eingeholt haben.

Dann erscheint uns das Leben zu schwer, die Freude am Leben geht verloren, wir wollen nicht mehr aufstehen, weil wir früh schon müde sind und wenn wir uns doch zur Arbeit zwingen, verlassen uns nach kurzer Zeit alle Kräfte und Energien.

Dann fühlen wir uns auch schlecht, denn wir haben „wieder nichts geschafft“.

Wie sollen wir so unsere Existenz sichern, unsere Liebsten versorgen?

Die Zukunft macht Angst und das Herz wird schwer. Wir versuchen unser Bestes, aber es ist nicht gut genug, zumindest für uns selbst. Es ist eine Schleife, die hier geschieht, die wir auch bei Depression, Burnout und Dauererschöpfung kennen.


Jetzt heißt es ausbrechen, neue Lebenswege gehen und erst einmal nett und liebevoll zu sich selbst sein, denn wir brauchen erst einmal eine Runde Erholung, eine Auszeit und eine „Einzeit“ von dem was uns gut tut. Das können kleine Dinge sein, eine Runde Yoga, ein Spaziergang, ein nettes Gespräch, Malen, Musik, am besten hausgemacht…..und die wunderbare Kraft der Pflanzen!


Rosenwurz gibt Ihnen die Energie zurück, die sie verloren haben, weil sie vielleicht zu fleißig waren, zu ehrgeizig, zu streng mit sich selbst.

Sie reguliert und zeigt ihren „Stressoren“ die kalte Schulter. Ihr Blut kommt in Schwung und versorgt wieder besser Herz, Kopf und Muskeln. Ihre Nerven kommen zu Ruhe, denn das Zentralnervensystem kann wieder ins Gleichgewicht kommen und sie können wieder schlafen und vielleicht auch träumen. Mit neuer Kraft können sie nun wieder ihren täglichen Herausforderungen gerecht werden und den Überforderungen trotzen. Sie benutzen nun ihre wiedergewonnenen Widerstandskräfte, aber vielleicht auch die Einsicht, an ihren persönlichen Grenzen einmal „nein“ zu sagen, wenn es ihnen zu viel wird.


Heilversprechen möchte ich mit Rhodiola keines geben, aber vielleicht ein bisschen Hoffnung in einer Zeit, wie wir alle sie derzeit erleben. Corona und ihr Ausmaß ist für uns alle zum Stressor geworden, den wir nicht so schnell wieder los kriegen. So ziemlich jeder macht im Moment Grenzerfahrungen, sei es im eigenen Zuhause, das jetzt alles sein soll: Kita, Schule, Büro, Fitnessraum, Freizeitgestaltungsort und das auch noch für alle Familienmitglieder, ohne Anbau, ohne Garten, immer noch auf 70qm. Oder sei es ein Zuviel im „systemrelevanten“ Beruf, der doch sonst ein Beruf unter vielen war und nun ein Gewicht annimmt, das wir gar nicht tragen können.


Es ist mehr als extrem, sondern extremer, als wir es je erfahren haben.

Geben Sie nicht auf! Glaub Sie an sich, vertrauen Sie auf die ursprünglichen Kräfte

und nutzen Sie die Kraft der Pflanzen!


Alles Gute

Ihre Heilpraktikerin Steffi Full