• Steffi Full

Natürlich die Magenschleimhaut schützen statt Magensäure hemmen


Der Magen

was er alles kann, ist wirklich faszinierend.







Er ist ein zentrales Organ unserer Verdauung und hat seinen Platz unter dem Brustbein.

Dort wartet er auf Nahrung von oben über die Speiseröhre, an deren Ende ein eigener Ringmuskel sitzt, der sich erst bei Nahrungsaufnahme öffnet. Das hat den Vorteil, daß die Speiseröhre vor dem sauren Milieu des Magens geschützt ist.


Die evolutionäre Erfindung der Magensäureproduktion besteht seit etwa 350 Mio. Jahren und hat sich im Grunde nicht geändert. Auch wenn Salzsäure als aggressiv bekannt ist, sie ist genial im Ablauf der Verdauung der Wirbeltiere, denn sie übernimmt überlebenswichtige Aufgaben:


- sie tötet krankheitserregende Keime (Bakterien, Viren)

- sie schafft ein saures Milieu, indem Enzyme aktiv werden

- sie ermöglicht die Aufnahme von Vitamin B12, Magnesium, Vitamin D und Eisen

- sie dient u.a. zur Aufschlüsselung der Nahrung.


Die Magensäureproduktion ist ein wesentlicher Baustein im Ablauf unserer Verdauung und sollte in ihrer natürlichen Funktion erhalten bleiben. Doch wie so oft in unserem System Gesundheit kann die natürliche Balance aus dem Gleichgewicht aus geraten. Dann wird der Freund Magensäure zum Feind, denn Sodbrennen, saures Aufstoßen, Schmerzen im Oberbauch, Völlegefühl und Blähungen können uns ordentlich zu schaffen machen. Die Schulmedizin hat ganz schlau gedacht: „Magensäure weg – Problem weg!“


Die effektivste pharmazeutische Methode dazu sind die Protonenpumpenhemmer (PPI).

Diese verringern die tägliche Magensäureproduktion um 80-96%. Das kann bei der kurzfristigen Behandlung einer starken Magenschleimhautentzündung oder womöglich von Magengeschwüren sinnvoll sein. Eine Dauereinnahme sollten Sie aber sorgfältig abwägen. Vielen „Patienten“ ist nicht bewusst, wie stark sie damit in ihr Verdauungssystem eingreifen, wenn sie sich gegen aufkommendes Sodbrennen das verschreibungsfreie und günstige Omeprazol oder Pantoprazol in der Apotheke holen. und ihre Magenschleimhaut zerstören. Es gibt auch Alternativen und es lohnt sich sie auszuprobieren. Manchmal etwas teurer als die PPIs, aber für ihre Gesundheit manchmal passender und schonender.


Schonende Alternativen bei Magenschleimhautentzündungen

Aboca, eine innovative Firma aus Italien, hat einen Komplex entwickelt, der die Magenschleimhaut im besonderen Maße schützt und nicht nur einfach die Magensäure hemmt. Eine gesunde und geschützte Magenschleimhaut ist eine wunderbare Barriere gegen aggressive Faktoren wie Salzsäure, Arzneimittel ( vor allem Schmerzmittel wie ASS und Diclofenac) und Genussmittel (Alkohol und Nikotin). Auch das Magenbakterium Helicobacter pylori hat wenig Chancen, sich bei einer intakten Magenschleimhaut breit zu machen.


Der Komplex der Firma Aboca heißt NeoBianacid® und beruht auf seiner dreifachen Wirkung:


1. Polysaccharide gewonnen aus Eibisch, Malve und Aloe fördern die Bildung eines Schutzfilms, indem sie sich an der Schleimhaut anhaften

2. Minerale wie Calciumcarbonat und Natriumbicarbonat puffern Säure in unmittelbarer

Schleimhautnähe ab

3. Flavonoide, aus Kamille und Süßholz gewonnen, wirken antioxidativ


NeoBiancid Lutschtabletten eigenen sich zur Selbstmedikation und können die bisher eingenommenen Mitteln ersetzen. Man kann sie kann aber auch begleitend bei konventioneller Therapie (Verschreibung) eingesetzen zum zusätzlichen Schutz oder in Therapiepausen, um zu verhindern, dass Symptome wieder auftreten.


Sie können Ihre Schleimhaut mit NeoBanacid auch schützen bei Magenschmerzen durch psychische Belastungen oder während der Einnahme mehrerer Arzneimittel, v.a. Schmerzmittel. Natürliche Mittel sind immer einen Versuch wert!


Noch ein Wort

Magenbeschwerden sind nicht immer gleich Magenbeschwerden, weil jeder Mensch seine eigene Konstitution hat.


Da gibt es den nervös bedingten Typ, dem jedes Problem auf dem Magen schlägt. Hier ist es sinnvoll Ruhe in das vegetative System zu bringen. Die Melisse beruhigt beispielsweise Nerven und Verdauung.


Der „Workaholiker“, versucht seinen Dauerstress mit Nikotin und Alkohol zu kompensieren. Ein Klassiker in der Homöopathie, auch als Nux Vomica-Typ bekannt.


Fehlende Spannkraft, Drüsen- und Bewegungsträgheit der Verdauungsorgane können Veranlagung sein und die Verdauung enorm verlangsamen. Blähungen, Mundgeruch, bitteres Aufstoßen und Verstopfung können ein Zeichen dafür sein. Eine zu langsame Verdauung fördert Gärungs- und Vergiftungsprozesse. In diesem Fall sollten Sie unbedingt Ihre Verdauung anregen. Auch Bewegung und Sport kann nützlich sein.


Gegenteilig sind Menschen mit Magenkrämpfen und Reizmagen. Sie zeigen meist eine Überreaktion an Motilität und Verdauungssäften, z.B. auch des Speichels. Entkrampfende und beruhigende Heilpflanzen und Homöopathika wie Hopfen, Gänsefinger und Magnesium phosphoricum können helfen.


Bleibt der Appetit aus sind Magensäure und Verdauungssäfte ins Stocken gekommen.

Fehlt es an Magensäure kann man dies in der Regel an einer weiß belegten Zunge erkennen. Mit Bitterstoffen kann man diese wieder in Schwung bringen.

Ist die Magensäure erhöht, ist die Zunge knallrot.


Je genauer Sie sich beobachten und je mehr Sie über sich wissen, umso gezielter kann die Therapie sein!


Das können Sie wunderbar jederzeit selbst tun

* natürliche Nahrungsmittel essen

* Zeit beim Essen nehmen

* sorgfältig kauen

* auf zuckerhaltige Getränke während des Essens verzichten

* regelmäßig essen

* Bitterstoffe in Ihre Nahrung einbauen

(es eignen sich z.B. bittere Salate als Vorspeise oder 30 min vor dem Essen einen bitteren Tee trinken! Dann kommen Verdauungssäfte ins Fließen.)


Falls sie auf die Kraft der Pflanzen vertrauen, hier noch ein altbewährtes Rezept bei

Magenschleimhautentzündung


Kamille als Rollkur

Sie trinken im Bett eine halbe Tasse Kamillentee und legen sich 10 min. auf den Rücken, dann wieder halbe Tasse Tee 10 min. auf die linke Seite legen, halbe Tasse 10 min. auf den Bauch und halbe Tasse rechte Seite 10 min. Nach 40 min. und 2 Tassen Tee haben sie die komplette Magenschleimhaut benetzt.

Die Rollkur können sie täglich einmal durchführen.

Bei Sodbrennen und Gastritis eignet sich auch eine Rollkur mit rohem Kartoffelsaft!


Alles Gute für Ihre Gesundheit wünscht Ihnen

Steffi Full

Heilpraktikerin, PTA