• Jörg Schleyer

Melatonin - neuer Ansatz bei Schlafstörungen

Bei uns in Deutschland hat Melatonin seinen Siegszug so richtig in den 1990 er Jahren angetreten. Die Multiplikatoren hierfür waren in erster Linie PilotenInnen und FlugbegleiterInnen, die durch Einnahme von Melatonin ihr Jetlag überwinden wollten.

Unser Körper produziert eigentlich selbstständig das Hormon Melatonin, und dient in erster Linie dazu, das Einschlafen zu erleichtern. Kommt aber unser Tag-Nacht-Rhythmus ducheinander, weil wir nachts arbeiten (Schichtarbeiter), oder in den verschiedenen Zeitzonen hin und her fliegen (Ferien- und/oder Geschäftsflüge) kann das System nicht mehr zwischen Tag und Nacht unterscheiden.

Auch jetzt im Winter, wenn es nicht so richtig hell wird, kann unser natürlicher Melatoninspiegel erhöht bleiben, und der Schlaf-Wach-Rhythmus wird gestört. Als Folge kann es zu Müdigkeit und sogar Winterdepression kommen.

Melatonin hilft also eine Normalisierung des Tag-Nacht-Rhythmus zu erreichen. Melatonin als natürliches Hormon ist auch teilweise in Lebensmitteln enthalten. Allerdings nur in kleinen Mengen. Lediglich einzelne pflanzliche Lebensmittel wie Pistazien oder Cranberrys weisen einen höheren Gehalt auf.

Auch auf der Suche nach Wirkstoffen gegen Covid 19 sind Forscher in den USA überraschend auf Melatonin gestoßen. Hier scheint sich laut diesen US-Forschern eine Behandlungsoption aufzuzeigen.

Melatonin gilt in Deutschland als Nahrungsergänzungsmittel und ist sowohl in Tablettenform, als auch als Spray erhältlich.