Johanniskraut – die Sonnenpflanze
Johanniskraut1.jpg
Johanniskraut3.jpg

Botanischer Name
Hypericum perforatum

Familie
Hypericaceae - Johanniskrautgewächse

Triviale Namen
Gottesgnadenkraut, Hartheu, Johannisblut

Lebensstandort
Europa, Westasien

Ernte
Blüten und ganzes Kraut von Ende Juni-August

Inhaltsstoffe/Wirkstoffe
Hypericin (Anthracenderivate), Hyperforin (antibiotisch, antiviral),

Hyperosid/Rutosid (Flavonoide), Gerbstoffe, Atherisches Öl, ect.

Anwendung innerlich
Depressionen, psychovegetative Störungen, nervöse Unruhe, Angststörungen, Spannungskopfschmerzen, Hormonelle Störungen (PMS, Pränatal, Klimakterium)

Anwendung äußerlich
Verbrennungen, Sonnenbrand, Dekubitus, offenes Bein, Traumen, scharfe und stumpfe Verletzungen

Namensherkunft

Der Name Hypericum stammt vermutlich von den Griechischen Wörtern Hyper (=über) und Eikon (=Bild) ab und könnte soviel bedeuten wie, dass die Wirkung der Pflanze die menschliche Seele über die inneren bedrohlichen Bilder hebt. In diesem Zusammenhang zeichnet sich auch gleich die Hauptwirkung des Krautes ab, die Depression.

Bedeutung und Wirkung

Johananniskraut gilt als Vermittler der Sonnenenergie. Bis zur sogenannten Sonnenwende am 21.Juni, dem „Johannitag“, sammelt die Pflanze das Licht und speichert es in ihren Blüten und Blättern. Schon sehr früh wurde es in der lichtarmen Winterzeit eingesetzt, wenn „Nacht“ über die Seele gekommen war. Heute belegen wissenschaftliche Studien die Wirksamkeit von Johanniskraut als Antidepressivum. Zudem hat es angstlösende, beruhigende und stimmungsaufhellende Wirkung. Bei Nervosität und bei hormonellen Schwankungen wirkt es ausgleichend.

Kombinationen

Nutzen Sie die Kraft der Heilpflanze als Tee, als Einzel- oder Kombinationspräparat mit anderen unterstützenden Heilpflanzen wie Passionsblume, Baldrian, Arnika (äußerlich) und Calendula.

Johanniskraut – für die Haut
Die Heilpflanze kann auch äußerlich gut eingesetzt werden. Dazu wird ein öliger Auszug genutzt. Das sogenannte Rotöl wirkt wohltuend auf unsere Nerven, wenn diese entzündet sind oder schmerzen, wie z.B. Ischiasbeschwerden, Zahn- und Zahnungsbeschwerden, Ohrenschmerzen und andere Neuralgien, wie bei Gürtelrose.
Außerdem kann Johanniskraut bei extrem trockener, juckender, schuppender Haut und Neurodermitis genutzt werden.

Paradoxerweise hilft es auch, wenn wir zuviel Licht bekommen und einen Sonnenbrand haben. Das gleiche gilt bei Verbrennungen.

 

Praxistipp

Ölverband: Kompresse mit Rotöl tränken und für 8h mit Außentuch fixieren

eignet sich bei Verbrennungen, Verletzungen, Rückenschmerzen (Wurzelreizsyndrom),

Herpes Zoster usw.